Willkommen bei der Initiative "Willkommen in Gransee"

Die Initiative "Willkommen in Gransee" entstand im Januar 2014, um das bürgerschaftliche Engagement für Asylbewerber in Gransee zu bündeln. Seit dem ersten Zuzug von Flüchtlingen in die Stadt sorgte unsere Initiative für sprachliche und praktische Unterstützung im Alltag. 

Im März 2015 ist die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Gransee bezogen worden und die Initiative hat von der Stadt ein Haus für ihre Aktivitäten zur Verfügung gestellt bekommen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich auf unserer Internetseite zu informieren, mit uns Kontakt aufzunehmen und bei uns mitzumachen.

Offenes Begegnungshaus

ab Mittwoch, 14.Juli 2021 ist unser Begegnungshaus immer mittwochs und samstags von 15 bis 19 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Es soll erst einmal ein offener Treffpunkt sein, über spezielle Veranstaltungen und inhaltliche Angebote werden wir gesondert informieren.

Schön, dass wieder mehr Leben ins Haus einziehen kann.

 

Jahresrückblick 2020

Liebe Freunde der Initiative „Willkommen in Gransee“

Hier ein kleiner Rückblick auf das besondere Jahr 2020:

Die Corona-Pandemie hat die möglichen Aktivitäten der Initiative in diesem Jahr stark eingeschränkt. Insbesondere unsere großen Feste, wie Zuckerfest, Sommerfest und Weihnachtsfeier konnten nicht stattfinden. Trotzdem haben sich eine ganze Reihe Aktiver weiterhin bemüht, die Migranten in Gransee auf vielfältige Art und Weise zu unterstützen. Die Begleitung zu Ärzten, zu Ämtern und Beratungsstellen, die Besuche in Krankenhäusern und die persönlichen Kontakte zu Hause in den Wohnungen fanden wie in den vergangenen Jahren statt. In der Zeit der Schulschließungen im Frühjahr haben einige Mitglieder der Initiative regelmäßig und intensiv mit einzelnen Kindern gelernt. Diese individuelle Lernhilfe hat sich das ganze Jahr hindurch fortgesetzt. Es fanden mehrere Gespräche in den Schulen statt, Fahrräder wurden repariert und verteilt, auch wenn die reguläre Fahrradwerkstatt nicht stattfand. Die Gruppe der Koordinatoren oder Sprecher der Initiative traf sich nicht im vorher üblichen Rhythmus, aber doch fünfmal in diesem Jahr.

Im Januar und Februar wurde unser Begegnungshaus „Hospital Global“ noch intensiv genutzt. Am 17. Januar gab es einen großen Afrika-Abend. Frauen aus Kenia, aus Eritrea, aus Somalia und Nigeria haben Gerichte aus ihrer Heimat gekocht. Am 28. Februar haben dann Familien aus Afghanistan eingeladen, auch da gab es ein großes Essen und ca. 80 Besucher. Auch die wöchentlichen Treffen des Sprachcafés, der Handarbeitsgruppe und der Tischtennisspieler fanden bis März statt. Das monatliche Spielcafé für Frauen und Kinder gab es am 14.03. das letzte Mal. Im Februar hat ein kochbegeisterter Pakistaner unsere Kochschule fortgesetzt und gezeigt, wie in Pakistan ein traditionelles Biryani zubereitet wird. Eine Aktivistin der Initiative hat das Osterbasteln angeleitet. Nachdem im Sommer die Corona-Zahlen herunter gegangen sind, haben wir begonnen, neue Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in unser Begegnungshaus einzuladen, vor allem Frauen mit Kindern. Diese Treffen fanden zwischen August und Anfang Oktober drei Mal statt. Danach begann der zweite Lockdown. Zwei Betreuerinnen aus dem Wohnheim haben die Frauen begleitet. Etwa 11 Frauen und 15 Kinder waren jeweils dabei. Diese Treffen fanden nur im Hof und im Garten statt, die Kinder hatten mit Planschbecken und Buddelkasten viel Spaß.

Anfang Oktober gab es noch zwei Veranstaltungen unserer Kochschule. Eine junge Georgierin hat die Zubereitung eines georgischen Rindertopfes angeleitet und unser „Chefkoch“ hat gezeigt, wie er ein Lammcurry mit Naan-Brot macht. Beide Gerichte waren sehr schmackhaft und konnten von den jeweils 10 Teilnehmern gemeinsam verspeist werden.

Klaus Pölitz hat als Hausverantwortlicher mit Hilfe einiger Geflüchteter dafür gesorgt, dass der Rasen gemäht wird und das Haus in Ordnung gehalten wird. Geflüchtete haben auch öfter kleine private Feste im Haus gefeiert. Während des Coronaschlafes des Hauses haben die Musikschullehrer dort Unterricht gegeben und der Verein „Gemeinsam“ ein Trommeltreffen veranstaltet, die Zehdenicker Tafel hat weiter Lebensmittel ausgegeben..

Über das Netzwerk „Gesunde Kinder“ haben wir zwei neue Paten gewonnen.

Im November hat ein Sprachkurs begonnen für 6 Frauen, die wegen ihrer kleinen Kinder noch keinen Platz in einem regulären Kurs haben. Eine junge Iranerin betreut die Babys während des Unterrichts.

Zum 06. Dezember haben wir die „Arche“ in Schulzendorf bei ihrer Nikolaus-Aktion unterstützt, so dass viele der Granseer Migrantenkinder eine süße Aufmerksamkeit erhalten konnten.

Herzliche Grüße, Ines Richter

 

 

Weihnachtsfeier im "Hospital Global"

Der Duft von Plätzchen und frischem Tannengrün verbreitete sich am vergangenen Freitag im weihnachtlich geschmücktem Begegnungshaus in der Ruppiner 8. Zwei Frauen vom Frauenkreis hatten schon am frühen Nachmittag mit einigen Kindern gebacken. Aufgeregte Kinder, die ungeduldig auf den Weihnachtsmann warteten, waren kaum zu bremsen. Bei der gemütlichen Kaffeetafel und weihnachtlicher Musik kam es zu zahlreichen Gesprächen zwischen Geflüchteten und Einheimischen. Der Saal füllte sich zusehends, so dass kaum noch ein freier Platz zu haben war. Und dann - nach lautstarkem Rufen - war er plötzlich da. Und er hatte auch reichlich Geschenke mitgebracht. Jedes Kind bekam einen liebevoll gepackten Beutel mit leckeren Süßigkeiten. Für die beliebten monatlichen Spielenachmittage brachte er Plüschtiere, Spiele und sogar eine Tischtennisplatte mit. Die Freude war natürlich sehr groß, und viele Kinder dankten dem Weihnachtsmann mit Liedern und Gedichten. Die anschließende Fotosession schien kein Ende nehmen zu wollen, da wurde auch schon zum Abendessen gerufen. Wieder hatten Flüchtlinge und Freunde der Willkommensinitiative ein schmackhaftes internationales Büffet gezaubert, und alle konnten sich stärken.

Inzwischen war auch die internationale Band unter Leitung von Christoph Gaertner eingetroffen. Die jungen Künstler brachten traditionelle Lieder und Popsongs aus arabischsprachigen Ländern sowie selbst komponierte Titel auf Deutsch zu Gehör - Musik, die vom Publikum begeistert mitgesungen und gefeiert wurde.

Wir möchten uns bei den Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieser schönen Tradition beigetragen haben, herzlich bedanken. Besonderer Dank gebührt dem Landesamt für Soziales und Versorgung für die Gewährung einer Zuwendung im Rahmen des Programms „Weihnachten 2019 mit geflüchteten Menschen“.

Klaus Pölitz

 

 

Weihnachtsfeier

am Freitag, 13. Dezember 2019 ab 16 Uhr

 

 

Aktuell

mittwochs und samstags

von 15 bis 19 Uhr:

Offenes Begegnungshaus