Willkommen bei der Initiative "Willkommen in Gransee"

Die Initiative "Willkommen in Gransee" entstand im Januar 2014, um das bürgerschaftliche Engagement für Asylbewerber in Gransee zu bündeln. Seit dem ersten Zuzug von Flüchtlingen in die Stadt sorgte unsere Initiative für sprachliche und praktische Unterstützung im Alltag. 

Im März 2015 ist die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Gransee bezogen worden und die Initiative hat von der Stadt ein Haus für ihre Aktivitäten zur Verfügung gestellt bekommen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich auf unserer Internetseite zu informieren, mit uns Kontakt aufzunehmen und bei uns mitzumachen.

Jahresrückblick 2021

Das zweite Jahr der Pandemie liegt hinter uns, wieder konnten unsere großen Feste, Zuckerfest, Sommerfest und Weihnachtsfeier nicht in der gewohnten Form stattfinden. Im ersten Halbjahr musste unser Begegnungshaus weitestgehend geschlossen bleiben. Nur diejenigen, die einzelnen Kindern und Erwachsenen Unterstützung beim Lernen angeboten haben, waren weiter im Haus. Zwischen den Paten und anderen Aktiven gab es auf privater Ebene natürlich weiterhin viele Kontakte und Unterstützungsangebote.

Rose Berger hat unter schwierigen Corona-Bedingungen von März bis April den 2020 von Christiane Beer begonnenen Sprachkurs für Frauen mit Kinderbetreuung fortgesetzt.

Bis zum Sommer fanden Absprachen in der Initiative vor allem per Mail statt. Es gab mehrere online-Vernetzungstreffen der Flüchtlingsinitiativen in Oberhavel, einmal auch mit Vertretern der Kreisverwaltung.

Ab Juni fanden die monatlichen Treffen des Sprecherkreises wieder vor Ort im Hospital Global statt.

Bei mehreren Einsätzen wurde der Garten wieder in Ordnung gebracht.  

Die Initiative beteiligte sich am Projekt des Strittmatter-Gymnasiums „Heute Nachbarn-morgen Freunde“, indem 3 Geflüchtete den Schülern ihre Geschichten von Flucht und Ankommen in Deutschland erzählt haben.

Das offene Haus:

Die große Neuerung in diesem Jahr war, dass wir ab Juli an zwei Tagen der Woche das Begegnungshaus öffnen konnten. Die vom Land zur Verfügung gestellten und über den Landkreis und die Kommune bewilligten Mittel aus der kleinen Integrationspauschale haben es möglich gemacht. Mittwochs hat Marina Hillebrand für 4 Stunden das Haus geöffnet, freitags Samar Alshawesh.

   

Mittwochs gab es neben den Gesprächen an der Kaffeetafel verschiedenste Kreativangebote: Malen, Basteln, Handarbeiten, Kochen, Backen. Parallel hat Wolfgang Horstmann die Fahrradwerkstatt angeleitet.

   

Freitags wurden oft Geflüchtete, die neu in Gransee angekommen sind, begrüßt. Es wurden Kontakte geknüpft und Hilfen organisiert. Es konnte auch an der Nähmaschine gearbeitet werden.

Die Kinder haben nach Herzenslust gespielt und herumgetobt oder mit Ulla gemalt. Nach 17 Uhr kamen oft die Männer, um Tischtennis zu spielen.

    

Grillfest

Am 31.Juli haben wir ein Minisommerfest gefeiert mit Spiel und Spaß draußen, viel selbstgebackenem Kuchen, Kebab und Hühnchen vom. Alle haben es genossen,  sich wieder einmal zu treffen.

Im Oktober wurde uns als Initiative durch Frau Dr. Lemmermeier, der Integrations-beauftragten des Landes Brandenburg, das Band für Mut und Verständigung überreicht. Wir haben uns über die Wertschätzung unserer
Arbeit in den letzten 8 Jahren gefreut.

Am 11.November haben wir uns mit selbst gebastelten Laternen am Martinsumzug der evangelischen Kirchengemeinde beteiligt. Es war eine schöne Gelegenheit für eine gemeinsame Aktivität von Alt- und Neugranseern.  

Nachhilfe

Das ganze Jahr über haben Aktive der Initiative und Schüler des Gymnasiums Kindern, die es in der Coronazeit besonders schwer hatten, Nachhilfe gegeben. Zur Abstimmung gab es Gespräche mit Lehrerinnen und der neuen Schulleiterin der Grundschule.

    

Zusammenarbeit mit der Arche-Kinderranch

Die Arche-Kinderranch in Schulzendorf bietet von Dienstag bis Donnerstag ein offenes Nachmittagsprogramm an, das wir mit Gruppen von 8 bis 9 Kindern schon dreimal genutzt haben. Die Kinder finden es toll dort mit all den Tieren und Spielgeräten, so dass wir diese Ausflüge im nächsten Jahr fortsetzen wollen. Am 18 Dezember haben wir zusammen mit Jugendlichen der Arche Weihnachtsgeschenke an alle Flüchtlingskinder in Gransee verteilt. Durch Spenden, die die Arche bekommt, war das möglich. 

Bedanken möchten wir uns für die gute Zusammenarbeit mit Vertreterinnen des Amtes Gransee mit dem Frauenkreis Oberhavel Nord und den Sozialarbeiter-innen des Flüchtlingswohnheims.

 

Offenes Begegnungshaus

findet derzeit (Januar 2021) leider nicht statt.

 

Jahresrückblick 2020

Liebe Freunde der Initiative „Willkommen in Gransee“

Hier ein kleiner Rückblick auf das besondere Jahr 2020:

Die Corona-Pandemie hat die möglichen Aktivitäten der Initiative in diesem Jahr stark eingeschränkt. Insbesondere unsere großen Feste, wie Zuckerfest, Sommerfest und Weihnachtsfeier konnten nicht stattfinden. Trotzdem haben sich eine ganze Reihe Aktiver weiterhin bemüht, die Migranten in Gransee auf vielfältige Art und Weise zu unterstützen. Die Begleitung zu Ärzten, zu Ämtern und Beratungsstellen, die Besuche in Krankenhäusern und die persönlichen Kontakte zu Hause in den Wohnungen fanden wie in den vergangenen Jahren statt. In der Zeit der Schulschließungen im Frühjahr haben einige Mitglieder der Initiative regelmäßig und intensiv mit einzelnen Kindern gelernt. Diese individuelle Lernhilfe hat sich das ganze Jahr hindurch fortgesetzt. Es fanden mehrere Gespräche in den Schulen statt, Fahrräder wurden repariert und verteilt, auch wenn die reguläre Fahrradwerkstatt nicht stattfand. Die Gruppe der Koordinatoren oder Sprecher der Initiative traf sich nicht im vorher üblichen Rhythmus, aber doch fünfmal in diesem Jahr.

Im Januar und Februar wurde unser Begegnungshaus „Hospital Global“ noch intensiv genutzt. Am 17. Januar gab es einen großen Afrika-Abend. Frauen aus Kenia, aus Eritrea, aus Somalia und Nigeria haben Gerichte aus ihrer Heimat gekocht. Am 28. Februar haben dann Familien aus Afghanistan eingeladen, auch da gab es ein großes Essen und ca. 80 Besucher. Auch die wöchentlichen Treffen des Sprachcafés, der Handarbeitsgruppe und der Tischtennisspieler fanden bis März statt. Das monatliche Spielcafé für Frauen und Kinder gab es am 14.03. das letzte Mal. Im Februar hat ein kochbegeisterter Pakistaner unsere Kochschule fortgesetzt und gezeigt, wie in Pakistan ein traditionelles Biryani zubereitet wird. Eine Aktivistin der Initiative hat das Osterbasteln angeleitet. Nachdem im Sommer die Corona-Zahlen herunter gegangen sind, haben wir begonnen, neue Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in unser Begegnungshaus einzuladen, vor allem Frauen mit Kindern. Diese Treffen fanden zwischen August und Anfang Oktober drei Mal statt. Danach begann der zweite Lockdown. Zwei Betreuerinnen aus dem Wohnheim haben die Frauen begleitet. Etwa 11 Frauen und 15 Kinder waren jeweils dabei. Diese Treffen fanden nur im Hof und im Garten statt, die Kinder hatten mit Planschbecken und Buddelkasten viel Spaß.

Anfang Oktober gab es noch zwei Veranstaltungen unserer Kochschule. Eine junge Georgierin hat die Zubereitung eines georgischen Rindertopfes angeleitet und unser „Chefkoch“ hat gezeigt, wie er ein Lammcurry mit Naan-Brot macht. Beide Gerichte waren sehr schmackhaft und konnten von den jeweils 10 Teilnehmern gemeinsam verspeist werden.

Klaus Pölitz hat als Hausverantwortlicher mit Hilfe einiger Geflüchteter dafür gesorgt, dass der Rasen gemäht wird und das Haus in Ordnung gehalten wird. Geflüchtete haben auch öfter kleine private Feste im Haus gefeiert. Während des Coronaschlafes des Hauses haben die Musikschullehrer dort Unterricht gegeben und der Verein „Gemeinsam“ ein Trommeltreffen veranstaltet, die Zehdenicker Tafel hat weiter Lebensmittel ausgegeben..

Über das Netzwerk „Gesunde Kinder“ haben wir zwei neue Paten gewonnen.

Im November hat ein Sprachkurs begonnen für 6 Frauen, die wegen ihrer kleinen Kinder noch keinen Platz in einem regulären Kurs haben. Eine junge Iranerin betreut die Babys während des Unterrichts.

Zum 06. Dezember haben wir die „Arche“ in Schulzendorf bei ihrer Nikolaus-Aktion unterstützt, so dass viele der Granseer Migrantenkinder eine süße Aufmerksamkeit erhalten konnten.

Herzliche Grüße, Ines Richter

 

 

Weihnachtsfeier im "Hospital Global"

Der Duft von Plätzchen und frischem Tannengrün verbreitete sich am vergangenen Freitag im weihnachtlich geschmücktem Begegnungshaus in der Ruppiner 8. Zwei Frauen vom Frauenkreis hatten schon am frühen Nachmittag mit einigen Kindern gebacken. Aufgeregte Kinder, die ungeduldig auf den Weihnachtsmann warteten, waren kaum zu bremsen. Bei der gemütlichen Kaffeetafel und weihnachtlicher Musik kam es zu zahlreichen Gesprächen zwischen Geflüchteten und Einheimischen. Der Saal füllte sich zusehends, so dass kaum noch ein freier Platz zu haben war. Und dann - nach lautstarkem Rufen - war er plötzlich da. Und er hatte auch reichlich Geschenke mitgebracht. Jedes Kind bekam einen liebevoll gepackten Beutel mit leckeren Süßigkeiten. Für die beliebten monatlichen Spielenachmittage brachte er Plüschtiere, Spiele und sogar eine Tischtennisplatte mit. Die Freude war natürlich sehr groß, und viele Kinder dankten dem Weihnachtsmann mit Liedern und Gedichten. Die anschließende Fotosession schien kein Ende nehmen zu wollen, da wurde auch schon zum Abendessen gerufen. Wieder hatten Flüchtlinge und Freunde der Willkommensinitiative ein schmackhaftes internationales Büffet gezaubert, und alle konnten sich stärken.

Inzwischen war auch die internationale Band unter Leitung von Christoph Gaertner eingetroffen. Die jungen Künstler brachten traditionelle Lieder und Popsongs aus arabischsprachigen Ländern sowie selbst komponierte Titel auf Deutsch zu Gehör - Musik, die vom Publikum begeistert mitgesungen und gefeiert wurde.

Wir möchten uns bei den Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieser schönen Tradition beigetragen haben, herzlich bedanken. Besonderer Dank gebührt dem Landesamt für Soziales und Versorgung für die Gewährung einer Zuwendung im Rahmen des Programms „Weihnachten 2019 mit geflüchteten Menschen“.

Klaus Pölitz

 

 

Aktuell

Offenes Begegnunshaus

Ruppiner Straße 8

immer Freitags 15-19 Uhr