Willkommen bei der Initiative "Willkommen in Gransee"

Die Initiative "Willkommen in Gransee" entstand im Januar 2014, um das bürgerschaftliche Engagement für Asylbewerber in Gransee zu bündeln. Mit dem ersten Zuzug von Flüchtlingen in die Stadt sorgte unsere Initiative für sprachliche und praktische Unterstützung im Alltag. Durch Film- und Theateraufführungen sowie ein Seminar konnte das Wissen über die Situation von Flüchtlingen erweitert werden. Inzwischen ist die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Gransee bezogen und die Initiative hat von der Stadt ein Gebäude für ihre Aktivitäten zur Verfügung gestellt bekommen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich auf unserer Internetseite zu informieren, mit uns Kontakt aufzunehmen und bei uns mitzumachen.

Bericht über die Veranstaltung am 26. März 2015

Zum 26. März 2015 lud die Initiative Willkommen in Gransee in das Granseer Heimatmuseum. Es kamen 40 Interessierte. Vorgestellt wurden nach der Begrüßung durch Uwe Mietrasch die Aktivitäten der Arbeitsgruppe "Praktische Unterstützung", die vor allem die Patenschaften umfassen, durch Ines Richter. Über die Fahrradwerkstatt berichtete Klaus Pölitz unter anderem, dass einige Fahrräder bereits stolze Nutzer fanden und dass es am 9. Mai einen Fahrrad-Reparaturtag geben wird. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurde die neue Internetseite und der Newsletter von Markus Hoffmann vorgestellt. Für die Arbeitsgruppe Sprachen stellte Rose Berger den regelmäßigen Sprachunterricht und die Übersetzungsaktivitäten vor. Pfarrer Mathias Wolf stellte die Spendenmöglichkeit über das Konto der evangelischen Kirche und die bisherigen Förderzuschüsse für Projekte der Initiative vor. Ines Richter ergänzte bisher nicht genannte Aktivitäten der Initiative und wies darauf hin, dass am kommenden Montag die ersten Asylbewerber in die Granseer Flüchtlingsunterkunft ziehen werden, unter anderem aus Serbien, Albanien, Pakistan und Kenia.

Dann stellten sich die beiden Beraterinnen für das Asylverfahren, Anne Fischer und Kirstin Neumann vor und kündigten an, dass ab dem 15. April alle 2 Wochen mittwochs eine Beratung für Asylbewerber in den Räumen der Superintendantur von 11 bis 13 Uhr stattfinden wird.

Uwe Mietrasch, ergänzt durch Klaus Pölitz, stellte nun das Haus vor, dessen Bezeichnung derzeit von "Ruppiner 8" über "Unser Haus" und "Begenungshaus" bis hin zu "Hospitalglobal" variiert. Zum ersten Arbeitseinsatz vom 10. bis 12. April wurde geladen und auch erste Nutzungsideen für das Haus wurden vorgestellt. Der Maler Markus Beer möchte regelmäßig mittwochs einen Malnachmittag anbieten und ein syrisch-englisches Künstlerpaar nahm die Gelegenheit wahr, ihre geplantes Kunstprojekt vorzustellen.

Während des weiteren Austausches wies Manfred Richter vom Amt Gransee darauf hin, dass die Besichtigung der Asylbewerberunterkunft am Karl-Marx-Platz am Freitag, dem 27. 3. von 15 bis 17 Uhr für alle Interessierte möglich ist, auch ohne Anmeldung.

Bericht von Markus Hoffmann

Einladung zur Informationsveranstaltung am 26. März 2015 um 19 Uhr

Das Flüchtlingswohnheim am Karl-Marx-Platz wird ab Ende März bezogen. Mitglieder der Willkommensinitiative möchten am 26. März im Heimatmuseum Gransee berichten, was sie bisher gemacht haben und was sie in der nächsten Zeit vorhaben, um den Menschen aus verschiedenen Ländern, die bisher nach Gransee gekommen sind und denen, die jetzt kommen werden, Unterstützung anzubieten. Flüchtlinge, die bereits jetzt in Wohnungen in Gransee bezogen haben, unterstützt die Initiative mit Patenschaften und Sprachunterricht. Das soll mit dem Bezug des Flüchtlingswohnheims ausgebaut werden.

Ein wichtiges Thema wird das Haus in der Ruppiner Straße 8 sein, das die Stadt der Initiative zur Nutzung übergibt. Überlegt werden soll auch, wie die neuen Nachbarn in die Aktivitäten von in Gransee ansässigen Vereinen, zum Beispiel den Sportvereinen, einbezogen werden können. Auch Pläne für das geplante Willkommensfest am 25. April werden am Donnerstag im Heimatmuseum auf der Tagesordnung stehen. Die Mitglieder der Initiative hoffen auf eine rege Teilnahme und auf viele Menschen , die sich an den Vorhaben aktiv beteiligen wollen.

Unser Begegnungshaus

Im Februar 2015 haben wir eine Anfrage an die Stadt Gransee gerichtet, ob wir das seit langem leer stehende alte Hospital in der Ruppiner Straße für unsere Vorhaben nutzen können. Nachdem unsere Anfrage im Finanzausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung beraten wurde, haben wir die Zusage, das Haus nutzen zu können. Die Stadt wird eine neue Heizung einbauen und die Betriebskosten übernehmen. Ein großes Dankeschön an die Verantwortlichen in der Amtsverwaltung und in den Ausschüssen.

Jetzt können wir Angebote machen, sowohl für Asylsuchende und Flüchtlinge, als auch für die Bevölkerung der Stadt, um ein gutes nachbarschaftliches Zusammenleben zu fördern.

Es gibt schon viele Ideen, und es werden noch Leute gesucht, die Lust haben, sich tatkräftig mit einzubringen.  Das Haus bietet die Möglichkeit für vielfältige Aktivitäten: Gemeinsam deutsch lernen,  kochen, musizieren, tanzen, Filme ansehen, nähen. Geplant ist auch ein Malzirkel und ein Mutter-Kind-Treff. Das Haus soll Begegnungen von Menschen aus Gransee und Umgebung und den Menschen, die neu zu uns kommen, ermöglichen und Ängste auf beiden Seiten abbauen helfen. Dies alles wird gelingen, wenn sich genügend Aktive finden, die in ihrer Freizeit dabei helfen, das Haus mit Leben zu erfüllen. Als Erstes gilt es das lange leer stehende Gebäude herzurichten. Es sollen einige Räume gemalert werden und es ist viel sauber zu machen. Zwei Arbeitseinsätze sind geplant, um das Haus so herzurichten, dass wir am 25. April dort das Willkommensfest feiern können.

Aufruf zum 1. Arbeitseinsatz am Wochenende vom 10. bis 12. April 2015:

Freitag ab 14 Uhr, Sonnabend und Sonntag bis mittags wollen wir dem alten Haus zu Leibe rücken. Es müssen viele alte Tapeten abgerissen werden und die Räume zum Malern vorbereitet werden. Dafür brauchen wir noch Leute die mitmachen. Für das Essen und Trinken sorgen wir.

Bitte meldet Euch mit Name, Telefonnummer und Zeit, wann Ihr kommen könnt, unter an. Telefonisch ist Ines Richter unter 0175-6913689 zu erreichen.

 

 

Geschichten von Flucht und Asyl im Strittmatter-Gymnasium

Am 2.12.2014 war die Berliner Bühne für Menschenrechte mit ihrem Stück "Asylmonologe" auf Einladung der Initiative Willkommen in Gransee zu Gast im Granseer Strittmatter-Gymnasium. Die "Asylmonologe" als dokumentarisches Theater, bei dem Schauspieler_Innen Interviewpassagen von Geflüchteten auf die Bühne bringen, sollten den Schülerinnen und Schülern einen anderen Zugang zur Thematik Flucht und Asyl bieten, als es die schulische Beschäftigung sonst ermöglichen kann.

Etwa dreißig von ihnen, die sich für das Thema besonders interessierten, bekamen an jenem Dienstag nach der eindrucksvollen Vorstellung auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Der Flüchtlingsaktivist Asif Syed stand den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort, um ihnen jene Eindrücke zu vermitteln, die im Unterricht so leicht verloren gehen: die erdrückenden persönlichen Geschichten, die Schicksalsschläge auf der Suche nach Schutz, aber auch die kleinen Erfolge im Kampf gegen eine unmenschliche Abschiebepraxis.

Der Schulleiter des Gymnasiums war tief beeindruckt und versicherte nach der Veranstaltung, dass sich die Schule in Zukunft engagiert für eine Willkommenskultur in Gransee einsetzen werde.

"Vorher war es schwer zu verstehen, wie sich Asylbewerber fühlen, doch nun wurde uns klar, dass auch wir helfen können, und das nur mit einfachen Mitteln. Wir hoffen, dass die Stadt Gransee mehr Empathie für die Asylbewerber haben wird, und auch wir werden diesem nachkommen. Die Unterhaltung mit dem da gewesenen Asylbewerber war hilfreich um zu verstehen, dass echte Menschen mit echten Geschichten unsere Hilfe brauchen, denn es gibt keine illegale Menschen." (Schülerin des Strittmatter-Gymnasiums, Gransee)